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Eritreer-Streik im Val Müstair: «Hier ist es schlimm, ganz schlimm»

Die jungen Asylbewerber stehen vor der Chasa Muntalla und weigern sich ihr Quartier zu beziehen.

VALCHAVA GR - 14 Asylbewerber - mehrheitlich junge Eritreer - wehrten sich gegen ihre Unterbringung im Val Müstair. Die Unterkunft sei zu abgelegen.

Der Kanton Graubünden ist bei der Unterbringung von Flüchtlingen am Anschlag. Neben den sechs bestehenden Zentren sind dieses Jahr sieben neue eröffnet worden. Eines davon ist die Chasa Muntanella in Valchava im Val Müstair. Jenes Bündner Südtal hinter dem Ofenpass, das weiter unten ins italienische Südtirol übergeht.

Der Betreiber Werner Braun hatte das Ferienlager dem Kanton angeboten. Er hatte sich auf die Ankunft gefreut, sagt er in einem Beitrag des Romanischen Fernsehens RTR. Er hatte das Haus hergerichtet und einen Willkommens-Apéro vorbereitet.

Doch dann folgte die Enttäuschung. Denn die 14 Asylbewerber, die am Montag im Val Müstair ankamen, hatten überhaupt keine Freude an ihrem neuen Zuhause.

Kein Aldi, kein Denner

Als die mehrheitlich jungen Eritreer vor der Tür des Lagers standen, streikten sie und weigerten sich einzutreten. «Was sollen wir hier», fragte einer laut der «Südostschweiz». «Hier ist es klein, nicht gut», sagte ein anderer. «Hier schlimm, ganz schlimm. Ganz Ärger», sagt einer im TV-Beitrag.

Die jungen Männer störten sich daran, dass sie an einem so abgelegenen Ort wohnen sollen. Es gäbe nicht einmal einen Aldi oder Denner! Andere Läden könnten sie sich nicht leisten. Pro Tag erhalten sie 12 Franken.

Die meisten Männer waren in den letzten eineinhalb Jahren in Chur, Davos und Laax untergebracht. Einige mussten in nur einem Jahr vier Mal umziehen. Jetzt sind sie im Val Müstair gelandet. Nach Chur dauert die Zugfahrt rund zweieinhalb Stunden.

«Wollt ihr draussen schlafen?»

Zudem beschwerten sich die Männer, die vorher im Hotel «Rustico» in Laax wohnten, darüber, dass sie nun im Massenschlag schlafen müssen. «Wir sind Männer, wir können nicht so eng beieinanderliegen», sagte einer.

Doch der Protest nützte nichts. Werner Braun rief einen Mann aus dem Erstaufnahmezentrum in Chur an, der die Männer kennt. Per Lautsprecher sagte dieser: «Wollt ihr draussen schlafen oder im Haus? Wenn ihr im Haus schlafen möchtet, packt euer Zeug und geht rein.»

Das Machtwort wirkte. Widerwillig bezogen die Männer ihr Quartier.

Kanton schickt die falschen Leute

«Ich bin enttäuscht», sagt Gemeindepräsident Arno Lamprecht zur «Südostschweiz». Er habe dankbare, hilfsbedürftige Menschen erwartet, Familien vielleicht. Diese jungen Männer wollen aber nicht hier sein, sondern in Stadtnähe.

Deshalb kritisiert er auch den Kanton: «Er wäre meiner Meinung in der Pflicht, Menschen in die Peripherie zu schicken, die es einfach schätzen, ein Dach über dem Kopf zu erhalten und in Frieden leben zu können.»

Auch Werner Braun findet es problematisch, dass die Männer vorher eher feudal im Hotel in Laax GR lebten und nun zu siebt in einem Massenschlag. «Der Standard muss immer von unten nach oben gehen, nicht umgekehrt, sonst funktioniert das nicht», sagt Braun zur «Südostschweiz».

Gemeindepräsident Lamprecht befürchtet nun, dass die Akzeptanz im Dorf nach diesem verunglückten Start rasch abnehmen wird.

Optimistischer ist Braun: «Die werden sich schon einleben. Es gibt genug zu tun.» (sas)

Mittwoch, 2. Dezember 2015/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Eiskletter-Unfall in Graubünden: Andrea Bianchi (†62) tot im Seil entdeckt

In dieser Wand bei Campsut in der Gemeinde Avers GR hing der Eiskletterer im Seil.

AVERS - GR - Ein Bewohner des Weilers Campsut bei Avers GR entdeckte gestern einen Eiskletterer, der tot im Sicherungsseil hing. Nun wird bekannt: Bei dem Toten handelt es sich um den bekannten Umweltaktivisten und früheren Politiker Andrea Bianchi.

Die Polizei geht davon aus, dass Andrea Bianchi am frühen Samstagnachmittag bei Campsut in die dortige Eiswand einstieg. Entdeckt wurde der 62-jährige Bündner erst am nächsten Tag gegen Mittag. Ein Anwohner sah, wie der Mann im Sicherungsseil hing.

Zusammen mit der Rega holten zwei SAC-Mitglieder Bianchi aus der Eiswand. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Stelle bei Campsut ist in der Eiskletterer-Szene bekannt. Viele Sportler filmen ihren Aufstieg und stellen das Video auf Youtube.

Wieso der 62-Jährige starb, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden klären die Todesursache ab.

Dass es sich beim Opfer um den bekannten Bündner Juristen und ehemaligen Politiker Andrea Bianchi handelt, hatte zunächst das Online-Portal der «Südostschweiz» berichtet. Die Medienstelle der Kantonspolizei bestätigte daraufhin die Information.

Bianchi war Mitglied des Churer Gemeinderats, des Bündner Grossen Rats und ein umweltpolitisch engagierter Bergführer. Sein aktueller politischer Kampf galt der Abschaffung des Majorzwahlsystems für das Kantonsparlament. (sas)

Montag, 30. November 2015/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Eiskletter-Unfall in Graubünden: Andrea Bianchi (†62) tot im Seil entdeckt

In dieser Wand bei Campsut in der Gemeinde Avers GR hing der Eiskletterer im Seil.

AVERS - GR - Ein Bewohner des Weilers Campsut bei Avers GR entdeckte gestern einen Eiskletterer, der tot im Sicherungsseil hing. Nun wird bekannt: Bei dem Toten handelt es sich um den bekannten Umweltaktivisten und früheren Politiker Andrea Bianchi.

Die Polizei geht davon aus, dass Andrea Bianchi am frühen Samstagnachmittag bei Campsut in die dortige Eiswand einstieg. Entdeckt wurde der 62-jährige Bündner erst am nächsten Tag gegen Mittag. Ein Anwohner sah, wie der Mann im Sicherungsseil hing.

Zusammen mit der Rega holten zwei SAC-Mitglieder Bianchi aus der Eiswand. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Stelle bei Campsut ist in der Eiskletterer-Szene bekannt. Viele Sportler filmen ihren Aufstieg und stellen das Video auf Youtube.

Wieso der 62-Jährige starb, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden klären die Todesursache ab.

Dass es sich beim Opfer um den bekannten Bündner Juristen und ehemaligen Politiker Andrea Bianchi handelt, hatte zunächst das Online-Portal der «Südostschweiz» berichtet. Die Medienstelle der Kantonspolizei bestätigte daraufhin die Information.

Bianchi war Mitglied des Churer Gemeinderats, des Bündner Grossen Rats und ein umweltpolitisch engagierter Bergführer. Sein aktueller politischer Kampf galt der Abschaffung des Majorzwahlsystems für das Kantonsparlament. (sas)

Montag, 30. November 2015/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Sieg an inoffizieller WM: Appenzeller Samichläuse sind die Besten

In verschiedenen Disziplinen schwangen die Appenzeller Chläuse oben aus.

SAMNAUN - GR - Sie haben es drauf: Ob Päckli-Basketball, Schlitten fahren, Sackhüpfen oder Schneetöffrennen: Die Appenzeller Samichläuse schlägt heuer niemand.

In Samnaun GR hat am Samstag eine Weltmeisterschaft der besonderen Art stattgefunden. 32 Samichlaus-Viererteams kürten im internationalen Skigebiet die besten ihrer Zunft. Obenaus schwangen die «Appenzeller Power-Chläuse».

 

Die fünfzehnte Ausgabe des skurrilen Anlasses mit dem Namen «ClauWau» vermeldete einen Teilnehmerrekord, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten. 128 Teilnehmer aus fünf Ländern traten zum Wettkampf an.

Dieser fand mitten im Skigebiet statt. Sechs Disziplinen forderten die Weihnachtsmänner und -frauen in Sachen Kreativität, Geschicklichkeit, Sportlichkeit, Schnelligkeit und vollbärtigem Charme. Dies werde vom modernen Nikolaus abverlangt, schrieb das OK.

Die «Appenzeller Power-Chläuse» meisterten die verschiedenen Aufgaben am besten. Auf den zweiten Platz schafften es die «Barni Chläuse». Den dritten Rang erreichte das Engadiner Team «Men-Tgasper-Buchli». Sie komplettierten damit den Schweizer Dreifachsieg. (SDA)

Sonntag, 29. November 2015/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Sieg an inoffizieller WM: Appenzeller Samichläuse sind die Besten

In verschiedenen Disziplinen schwangen die Appenzeller Chläuse oben aus.

SAMNAUN - GR - Sie haben es drauf: Ob Päckli-Basketball, Schlitten fahren, Sackhüpfen oder Schneetöffrennen: Die Appenzeller Samichläuse schlägt heuer niemand.

In Samnaun GR hat am Samstag eine Weltmeisterschaft der besonderen Art stattgefunden. 32 Samichlaus-Viererteams kürten im internationalen Skigebiet die besten ihrer Zunft. Obenaus schwangen die «Appenzeller Power-Chläuse».

 

Die fünfzehnte Ausgabe des skurrilen Anlasses mit dem Namen «ClauWau» vermeldete einen Teilnehmerrekord, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten. 128 Teilnehmer aus fünf Ländern traten zum Wettkampf an.

Dieser fand mitten im Skigebiet statt. Sechs Disziplinen forderten die Weihnachtsmänner und -frauen in Sachen Kreativität, Geschicklichkeit, Sportlichkeit, Schnelligkeit und vollbärtigem Charme. Dies werde vom modernen Nikolaus abverlangt, schrieb das OK.

Die «Appenzeller Power-Chläuse» meisterten die verschiedenen Aufgaben am besten. Auf den zweiten Platz schafften es die «Barni Chläuse». Den dritten Rang erreichte das Engadiner Team «Men-Tgasper-Buchli». Sie komplettierten damit den Schweizer Dreifachsieg. (SDA)

Sonntag, 29. November 2015/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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