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Bergführer warnt nach brenzligen Vorfällen auf der Diavolezza: Ortsunkundige Wintersportler riskieren ihr Leben

Bergführer Gian Luck von der Bergsteigerschule Pontresina rät nicht ortskundigen Skifahrern bei Lawinengefahr nicht ohne professionelle Begleitung loszuziehen.

Auf der Diavolezza in Pontresina GR herrscht Lawinengefahrstufe 3. Vielen Skifahrern sind die Risiken dennoch nicht bewusst. Das zeigte sich bei gleich zwei Vorfällen innert wenigen Tagen.

Am Dienstag werden zwei Deutsche bei einer Skitour auf der Diavolezza von einer Lawine überrascht (BLICK berichtete). Sie waren ohne Bergführer unterwegs. «Die beiden Männer befanden sich oberhalb der Berninahäuser, das ist ein 40 Grad steiler Hang und dazu noch eine Wildruhezone», sagt Gian Luck, Bergführer bei der Bergsteigerschule Pontresina. Heisst: An dieser Stelle dürfte man gar nicht fahren!

Es ist nicht die einzige brenzlige Situation der Woche in der Region mit ortsunkundigen Wintersportlern. Am vergangenen Freitag entdeckt T. B. (29) aus Pontresina GR auf der Diavolezza einen Tiroler Bergführer mit einer Gruppe von acht Personen, die seinen Spuren abseits der Piste folgen. Was er sieht, macht ihn stutzig, denn es herrscht erhebliche Lawinengefahr, Stufe 3.

«Die Personen wussten offenbar nicht, wo die Spuren hinführen. Im oberen Teil war das Gelände 35 Grad steil, weiter unten kam aber ein Couloir mit mindestens 40 Grad», sagt er zu BLICK. Die Fahrer sollen seinen Beobachtungen zufolge mit Kurzschwüngen gefahren und sich auf einem Haufen unter einem «geladenen» Hang versammelt haben. Als ein Fahrer stürzte und der nächste bereits ins Couloir rutschte, löste sich eine Schneebrettlawine. Mitgerissen wurde glücklicherweise keiner.

B. kann darüber nur den Kopf schütteln. «Die Gäste bezahlen den Bergführer für ihre Sicherheit. Das geht doch nicht, dass er mit einer so grossen Gruppe bei erheblicher Lawinengefahr so steile Hänge fährt», sagt B. und führt das auf die fehlenden Ortskenntnisse des Tirolers zurück.

Er habe grundsätzlich nichts gegen ausländische Führer, denn die meisten würden sich vorher bei den Einheimischen über die Schneeverhältnisse erkundigen. «Aber solche schwarzen Schafe schaden dem Ganzen», sagt der Engadiner.

«Einheimischer kann die Gefahren besser einschätzen»

«Soll sich das wirklich so abgespielt haben, war das bestimmt kein Idealfall», sagt Gian Luck. Bei Lawinengefahr ab Stufe 3 könne man zwar immer noch Ski fahren, aber erheblich defensiver. Hänge und Couloirs, die steiler als 35 Grad sind, sollte man meiden.

«Ein einheimischer Bergführer, der mit der Gegend vertraut ist, hat mit Sicherheit mehr Möglichkeiten bei der Routenwahl und kann die Gefahren besser einschätzen», sagt Luck. Florian Möhl von der Bergsportschule Grischa in Pignia GR pflichtet ihm bei. «Wenn man den Berg direkt vor der Nase hat, hat man eine bessere Ausgangslage, weil man unter anderem geheime Ecken kennt», sagt er zu BLICK.

«Leute müssen sich der Gefahr bewusst sein»

Bergführer Luck beobachtet in der letzten Zeit viele Menschen ohne Ortskenntnisse auf dem Berg. «Immer mehr Leute fahren planlos rum. Oft sind das Privatpersonen, die die Gegend nicht kennen und ohne einen Bergführer unterwegs sind», sagt Luck. Problematisch sei ein solches Verhalten, wenn - wie aktuell - eine erhebliche Lawinengefahr besteht.

«Die Leute müssen sich der Gefahr bewusst werden und zum Beispiel mal einen Lawinenkurs besuchen. Viele kennen das Gelände nicht und können die Risiken schlecht einschätzen, wenn sie auf dem Berg sind. Einer sieht einen schönen Hang, fährt runter und der zweite folgt ihm gleich. Gerade bei einem Sturz kann es schnell gefährlich werden.»

Die aktuelle Lawinengefahr

Sonntag, 25. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Ein Todesopfer in den Bündner Bergen: Kleinflugzeug in Arosa GR abgestürzt

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in Arosa im Kanton Graubünden ist am Samstagnachmittag mindestens einer von zwei Passagieren ums Leben gekommen.

Am Samstagnachmittag ist in Arosa GR ein Kleinflugzeug gemäss BLICK-Informationen abgestürzt. Beim Unglück ist eine von zwei Passagieren ums Leben gekommen. Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte gegenüber «20 Minuten» den Absturz. Zum Schicksal der zweiten Person an Bord wollte sich die Polizei vorerst noch nicht äussern. Sie hat Informationen für den Sonntag in Aussicht gestellt. (pma/SDA)

Samstag, 24. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Papier fassen, WC, marsch! 73 Rekruten wegen Magen-Darm-Beschwerden isoliert

Magen-Darm-Virus vs. Schweizer Armee: 73:0.

CHUR - In der Nacht auf heute Freitag sind in einer Kompanie der Infanterie Rekrutenschule 12 in Chur 73 Armeeangehörige erkrankt. Sie wurden wegen Magen-Darm-Beschwerden isoliert. Es ist nicht das Norovirus.

73 Armeeangehörige einer Kompanie der Infanterie Rekrutenschule 12 in Chur mussten am Donnerstagabend wegen Magen-Darm-Beschwerden, vereinzelt verbunden mit Durchfall und Erbrechen, in ihrer Unterkunft isoliert werden.

Der Truppenarzt geht von einer infektiösen Magen-Darm-Erkrankung aus. Erste Tests haben ergeben, dass das Norovirus als mögliche Ursache ausgeschlossen werden kann.

Die nicht erkrankten Rekruten der Kompanie können ihren Wochenendurlaub heute Abend antreten, die erkrankten Rekruten werden voraussichtlich morgen Samstagmittag nach einer erneuten ärztlichen Beurteilung in den Urlaub entlassen.

In Absprache mit dem behandelnden Arzt und der Sanität hat der Kommandant der Infanterie Rekrutenschule 12, Oberst i Gst Marco Anrig, der Truppe und dem Berufspersonal Verhaltensanweisungen erteilt um weitere Erkrankungen nach Möglichkeit zu verhindern. Diese umfassen unter anderem hygienische Massnahmen und regeln betriebliche Abläufe sowie die Ausbildung gemäss Schulprogramm.

Die Infanterie Rekrutenschule 12 in Chur ist in der zehnten RS-Woche. Insgesamt 657 Armeeangehörige durchlaufen dort noch bis am 18. Mai 2018 die Ausbildung zum Infanteristen. (bö)

Freitag, 23. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Er verstarb noch an der Unfallstelle: Toter bei Unfall mit Stadtbus

CHUR - In Chur ist ein Autofahrer bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden verletzt.

Der 52-jährige Autolenker war von Domat/Ems in Richtung Chur unterwegs, als er auf der Höhe von Plankis frontal mit einem stadtauswärtsfahrenden Stadtbus kollidierte, wie die Stadtpolizei Chur mitteilte.

Der Personenwagenlenker sei noch auf der Unfallstelle verstorben. Die Beifahrerin und mehrere Fahrgäste im Bus seien durch die Kollision verletzt worden. Der genaue Unfallhergang ist laut Polizei noch Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Polizei die Emserstrasse für rund zwei Stunden in beiden Richtungen sperren. Im Einsatz standen neben Polizei und Staatsanwaltschaft die Strassenrettung der Stützpunktfeuerwehr Chur, die Rettung Chur mit zwei Ambulanzfahrzeugen sowie der Abschleppdienst für den total beschädigten Personenwagen.

Der genaue Unfallhergang wird derzeit abgeklärt .(nbb)

Donnerstag, 22. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Nationalrätin Jacqueline Badran überlebte Lawinenniedergang: «Ich war wie einbetoniert!»

PIZ LAGALB GR - Eine Lawine wurde ihr beinahe zum Verhängnis. Politikerin Jacqueline Badran wurde in den 90er-Jahren von den Schneemassen begraben. Weil sie die Orientierung nicht verlor, konnte sie überleben.

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (56) gilt als Überlebenskünstlerin. Neben einem Flugzeugabsturz überlebte die ausgebildete Skilehrerin 1994 auch einen Lawinenniedergang: Es passiert, als sie mit einem Kollegen am Piz Lagalb im Oberengadin ausserhalb der markierten Pisten unterwegs ist.

Hörte einen «Riesenknall»

Während des Fahrens hört Badran plötzlich einen «Riesenknall». Die Schneemassen donnern unausweichlich den Berg hinunter. Ein Versuch, der Lawine noch auszuweichen, endet in einem Sturz. Badran und ihr Begleiter werden unter den Schneemassen begraben.

«Ich war wie einbetoniert», schildert die Politikerin ihre missliche Lage einen Meter unter der Oberfläche. «Mein grosses Glück war aber, dass ich wusste, wo oben war. Weil ein leichter Lichtkegel durch den Schnee drang.» Da sie die Orientierung nicht verloren hat, kann sich Badran alleine aus der Lawine kämpfen.

Badran entwickelte übermenschliche Kräfte

Die Schneemassen aktivieren ihren Überlebenstrieb. «Die Befreiung passierte explosionsartig. Ich habe in dieser Situation Kräfte entwickelt, die ein normaler Mensch sonst nicht hat», so Badran.

Wieder im Freien, fehlt von ihrem Begleiter jede Spur. Durch Zufall, nur, weil durch das Sonnenlicht die Spitze eines Skistocks aufblitzt, entdeckt Badran den Ort, wo dieser liegt. Und kann ihn befreien. Auch er überlebt den Niedergang völlig unverletzt!

Mit dem Schock in den Beinen und völlig erschöpft schleppen sich die beiden zur Talstation. «Wir fuhren heim, duschten und gingen zu einer Einladung. Als ob nichts gewesen wäre», erinnert sich Jacqueline Badran.

Mittwoch, 21. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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