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10 Kilometer Stau bis nach Chur: Bus brennt auf A13 ab

Am Donnerstagabend ist es auf der Südspur der Autobahn A13 zu einem Fahrzeugbrand gekommen. Verletzt wurde dabei niemand. Aber es entstand ein 10 Kilometer langer Stau.

Donnerstag, um 19.15 Uhr, auf der A13 Chur Richtung San Bernardino: Beim Anschluss Vial fängt ein Bus plötzlich Feuer. Schnell schlagen die Flammen aus dem Fahrzeug. Der Grund: ein technischer Defekt. Die beiden Insassen können sich noch retten, bevor der Bus komplett in Flammen steht.

Die Feuerwehr kann den Brand zwar rasch löschen. Doch durch die Rettungsarbeiten staute sich der Osterverkehr zeitweise bis zehn Kilometer bis nach Chur zurück. (jmh)

Freitag, 30. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Grosse Debatte in Chur: Hat die Kirche einen Linksdrall?

CHUR - In der Bibel steht nichts über die Höhe der Steuern. Also stellt sich die Frage: Soll sich die Kirche zu politischen Fragen äussern – oder schweigen? Drei Schwergewichte aus der Politik und der Generalvikar des Bistums Chur kreuzten die Klingen.

Für einmal diskutieren sie nicht in den altehrwürdigen Räumen des Bundeshauses in Bern. Nein, diesmal wagten sich CVP-Präsident Gerhard Pfister (55), FDP-Präsidentin Petra Gössi (42) und SVP-Nationalrat Gregor Rutz (45) in Gemäuer – oder zumindest Fundamente –, die um einiges älter sind: Seit dem Jahr 451 nach Christus residiert ein Bischof am Hof von Chur. Und so fanden sich die drei Parteipräsidenten gestern Abend im bischöflichen Rittersaal wieder.

Geladen hatte nicht Bischof Huonder (75) persönlich zum Podium, sondern seine rechte Hand, Generalvikar Martin Grichting (50). Der Geistliche hat mit «Eine katholische Antwort auf den Pluralismus» soeben ein Buch veröffentlicht. Soll sich die Kirche in die Politik einmischen? Wann wird Religion gefährlich für Politik und Staat? Und sollte Religion nicht besser Privatsache sein? Dies fragte Podiumsleiter Christian Dorer (43), Chefredaktor der Blick-Gruppe.

Kirchenvertreter vertreten meist linke Positionen

Auffallend: Für einmal herrschte Einigkeit im bürgerlichen Lager. «Man kann aus der Bibel nicht ableiten, ob man Steuern erhöhen oder senken soll», sagte Pfister. Gössi pflichtete ihm bei: «Wenn ein Pfarrer mir sagt, dass ich als Politikerin etwas falsch mache, dann kommt mir das schräg.» 

Als es um die Schliessung eines Spitals in Einsiedeln ging, sei sie vom Pfarrer blossgestellt worden – vor der Kirchgemeinde. «Da lernte ich, was es heisst, abgekanzelt zu werden», erinnerte sich die Schwyzerin.

Ein Dorn im Auge der Podiumsgäste: Abstimmungsempfehlungen von geistlichen Autoritäten – wie etwa bei der Energiestrategie. Wenn sich Kirchenvertreter einmischten, würden sie linke Positionen vertreten, kritisierte CVP-Chef Pfister. «Wenn früher die Einheit zwischen Altar und Thron war, dann ist die Einheit heute zwischen Altar und Genosse», sagte er – und erntete im vollbesetzten Rittersaal Lacher.

«Wir haben dieses Durcheinander doch auch!»

Wäre dieses Podium vor 15 Jahren veranstaltet worden, «wäre der Saal höchstens halb so voll», bemerkte Pfister. Durch die Islamdebatte müsse sich die Gesellschaft heute wieder die Frage nach der Trennung von Kirche und Staat stellen. «Wir haben vergessen zu begründen, wie eine religiöse Gemeinschaft sich in einem Rechtsstaat verhält», bemerkte Grichting.

«Kann der Islam den demokratischen Verfassungsstaat stützen?» Das sei die Frage, die man sich stellen müsse, so Petra Gössi. Denn wenn der Islam sage, der Staat sei «des Teufels», dann gebe es nur «schlechte Moslems oder gute Bürger».

Diesen Punkt habe das Christentum mit der Aufklärung geklärt, dem Islam stehe das noch bevor, so Pfister. «Man kann als Christ der Meinung sein, dass die Fristenlösung bei Abtreibungen nicht mit dem eigenen Glauben vereinbar ist. Aber die Schweiz ist ein Rechtsstaat, die Mehrheit hat entschieden, dass Abtreibungen verfassungskonform sind.»

Es gebe in der Abtreibungsfrage «grossen Druck auf die Kirche, sich nicht einzumischen», sagte Generalvikar Grichting. Dort sei es legitim, weil es um die Schöpfung geht. Im politischen Alltag solle sich die Kirche zurückhalten: «Wir werfen dem Islam vor, Staat und Kirche zu vermischen. Doch ich frage mich: Sind wir glaubwürdig? Wir haben dieses Durcheinander doch auch!»

Donnerstag, 29. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Unfall in Landquart GR: Hündelerin (53) auf Zebrastreiben angefahren

In Landquart hat ein Autofahrer eine Frau angefahren. Sie wurde dabei verletzt, ihren beiden Hunden ist jedoch nichts passiert.

Am Mittwoch wollte eine 53-jährige Fussgängerin mit ihren beiden Hunden gegen 09.40 Uhr die Hauptstrasse bei der Bushaltestelle Landquart-Fabriken überqueren. Gleichzeitig fuhr ein 57-jähriger Autofahrer von Zizers kommend in Richtung Landquart.

Er sah die Frau offenbar nicht: Sie wurde auf dem Zebrastreifen erfasst und zu Boden geschleudert. Durch den Sturz erlitt sie leichte Verletzungen am Kopf. Mit einer Ambulanz der Rettung Chur musste die Verletzte ins Kantonsspital Graubünden nach Chur gebracht werden. Die beiden Hunde blieben unverletzt und konnten vorübergehend im Tierheim Arche in Chur platziert werden.

Der genaue Unfallhergang wird durch die Kantonspolizei Graubünden untersucht. (pma)

Mittwoch, 28. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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«Die Landeklappen waren nicht in der Startposition»: Darum kams zum Flugzeug-Drama in Arosa GR

AROSA GR - Die Witterungsbedingungen waren gut. Trotzdem ist es am Samstagnachmittag bei einer Flug-Veranstaltung in Arosa GR zu einem Drama mit zwei Todesopfern gekommen. Ein Experte weiss: Schuld waren die Landeklappen.

Ein tragisches Unglück hat am Samstagnachmittag eine Fliegerei-Veranstaltung in Arosa GR überschattet: Ein Kleinflugzeug des Typs Maule M-7 verunfallte beim Start, krachte in eine Stahlseilbrücke am Ende der Startbahn. Daraufhin überschlug sich die Maschine mit Immatrikulationsnummer N561LC und geriet in Brand. Passagierin Doris G.* (†69) starb nach dem Crash noch auf der Unfallstelle. Pilot Leo C.* (†73) erlag später im Universitätsspital Zürich seinen schweren Verletzungen.

Die Witterungsbedingungen waren gut. Die Startbahn optimal präpariert – trotzdem kam es zum Drama. «Der Flieger hat nie abgehoben», sagt Bruno Scherrer zur Nachrichtenseite «suedostschweiz.ch». Scherrer ist Regionaldelegierter des Organisators Aeroclub Ostschweiz. Der Experte kennt auch den Grund, weshalb die Maschine nicht abhob: «Die Landeklappen waren nicht in der Startposition», erklärt er auf Anfrage von BLICK. Das hätten Fotos, die beim Start gemacht worden waren, klar gezeigt.

BLICK liegt eines dieser Bilder vor. Darauf ist zu erkennen, dass die Landeklappen nach oben gerichtet sind. «So bringt man das Flugzeug nicht weg vom Boden», sagt Scherrer.

Technisches oder menschliches Versagen?

Der laut Scherrer erfahrene Pilot merkte nicht, dass er in einer Konfiguration startete, in der er nicht fliegen konnte.

Der Grund für diese falsche Konfiguration sei nicht klar. Sowohl ein technisches wie auch ein menschliches Versagen sei möglich. Scherrer rätselt: «Hat etwas geklemmt? Hat der Pilot vergessen, die Landeklappen einzustellen?»

Der Unfall passierte bei der Veranstaltung «Arosa – Lenzerheide Fly-In 2018». Es handelte sich um Treffen von Piloten und Flugfans zur Erinnerung an die Gründung der Winterluftpost in der Region vor 80 Jahren. «Es war keine Flugshow», betont Scherrer.

Das betroffene Flugzeug sei vor einiger Zeit auf die Nummer N561LC umimmatrikuliert worden.

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle hat Ermittlungen über die Unfallursache eingeleitet. Einzelheiten zu diesen Befunden sind noch nicht bekannt. «Es ist uns ein Anliegen, auch diesen Unfall sorgfältig zu untersuchen. Deshalb verzichten wir auf vorschnelle Erklärungsversuche oder die Kommunikation einzelner Ergebnisse», schreibt der Bereichsleiter für Aviatik, Daniel W. Knecht, auf Anfrage.

Dienstag, 27. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Nach Skandal um Dusch-Aufforderung für Juden in Arosa: Knigge für Schweizer Hotels

AROSA GR - Im Apartmenthaus Paradies in Arosa wurden Juden letzten Sommer aufgefordert, vor dem Sprung in den Pool zu duschen. Dieser Faux-pas soll sich diese Saison nicht wiederholen.

Ruth T.* war letzten August die berühmteste Abwartin der Schweiz. Die Hauswartin des Apartmenthauses Paradies in Arosa GR erntete einen Shitstorm, nachdem sie mit einem Zettel explizit Juden aufforderte, vor dem Baden im Hotelpool zu duschen.

Nach einem internationalen Aufschrei wurde das Hotel von booking.com gesperrt und Ruth T. mit heftigen Briefen und Anrufen traktiert. «Dafür musste ich bitter bezahlen,» sagte sie BLICK.

Die Wut ebbte ab. Doch jetzt steht die nächste Saison vor der Tür. Und einen «Fall Arosa» soll es nicht noch einmal geben, wenn es nach der Paradies-Managerin Ruth T. geht.

«Viele von uns haben überreagiert»

Helfen dabei soll eine Initiative von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch-Israelitischen Gemeindebundes (SIG). Er setzte sich fürs Paradies und den Tourismusort Arosa ein, schickte sogar einen Brief an booking.com mit der Bitte, das Aparthotel wieder aufzunehmen. Eine Antwort bleibt seit zwei Monaten aus, sagt Kreutner zur «Südostschweiz».

Mit einem vom SIG organisierten Seminar will er das gegenseitige Verständnis zwischen Tourismusbetrieben und jüdischen Gästen verbessern. Kreutner meint aber auch, Selbstreflexion sei gefragt: «Viele von uns haben überreagiert.» 

Aufklärungsarbeit für alle

Dem gegenseitigen Unverständnis will der SIG mit Informationsmaterial, das kommende Sommersaison verteilt wird, aktiv entgegenwirken. Betrieben der Tourismusindustrie soll so erklärt werden, wie orthodoxe jüdische Gäste ticken.

Wiederum brauchten jüdische Gäste Verhaltensregeln fürs Zusammenleben in der Schweiz, sagt Kreutner. Der Aufklärungsbedarf sei gross. So erlebten viele orthodoxe Gäste zum Beispiel das «Grüezi» von Unbekannten als befremdlich. (voi)

*Name der Redaktion bekannt

Montag, 26. März 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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