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BDP-Landolt stellt sich vor seine Leute im Bündner Bauskandal: «Das sind doch eher Nebenschauplätze»

SEEWIS GR - Vergangene Woche kam ein riesiger Skandal um illegale Preisabsprachen im Bündner Baugewerbe ans Licht. Im Fokus auch BDP-Politiker. Parteipräsident Martin Landolt fordert Aufklärung – und findet den Zeitpunkt verdächtig.

Herr Landolt, Sie bezeichnen die Aufdeckung des Baukartells und die Bussen der Weko als eine gezielte Aktion gegen die BDP. Das klingt nach Verschwörungstheorie. Glauben Sie das wirklich?
Martin Landolt:
 Tatsache ist: Bis jetzt haben sich die Medien nur für unsere beiden Regierungskandidaten interessiert und alles andere ausgeklammert. Das ist bedenklich.

Bei welchen Kandidaten müsste man denn auch noch hinschauen?
Es geht überhaupt nicht um Parteien oder Kandidaten. Unklar ist aber, welche Rolle die Bündner Kantonspolizei in der ganzen Sache gespielt hat. Immerhin wurde die Person verhaftet, die sich als erste gegen das Baukartell gewandt hatte. Wenn das so stattgefunden hat, wie es jetzt beschrieben wird, dann muss man die Arbeit der Polizei dringend hinterfragen. Das, was bis jetzt untersucht wurde , dort, wo unsere Leute betroffen sind – das sind doch eher Nebenschauplätze.

Kommt jetzt eine Kampagne gegen Walter Schlegel, den Kommandanten der Bündner Kantonspolizei und Kandidaten der SVP für die Bündner Regierung? 
Wir machen keine Kampagne. Ich sage nur, es würde mich beruhigen, wenn die journalistische Arbeit den Fächer etwas auftun würde, die gesamte Geschichte und alle Vorfälle analysieren würde, anstatt nur einen Punkt herauszupicken. Da erhoffe ich mir journalistische Sorgfalt, dafür braucht es keine Kampagne.

Nach dem Rückzug eines BDP-Kandidaten steht bereits fest: Die Bündner BDP verliert einen Regierungssitz. Was heisst diese Niederlage für die nationale BDP?
Eine Niederlage in Graubünden, das muss sich erst noch zeigen! Es wäre eine Niederlage, die man erklären könnte, ohne dass man die politische Positionierung unserer Partei hinterfragen müsste. Das macht es nicht besser, aber es lässt sich anders einordnen.

Montag, 30. April 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Gigantischer Bauskandal im Bündnerland erschüttert Politik: BDP hält Krisensitzung ab

Regierungsrat Jon Domenic Parolini (BDP) betonte bei der heutigen Debatte im Bündner Grossen Rat, wie nötig die Spiele für den Kanton als Impulsgeber sind.

Die Wettbewerbskommission (Weko) büsst Bauunternehmen im Unterengadin mit 7,5 Millionen Franken. Wegen illegalen Preisabsprachen. Diese Absprachen wurden an den vom bündnerischen Baumeisterverband organisierten Vorversammlungen getroffen. Unter Druck kommen deshalb auch zwei BDP-Politiker.

Ein gigantischer Bauskandal erschüttert das beschauliche Bündnerland. Bauunternehmen sollen sich über Jahre hinweg bei Offerten im Hoch- und Tiefbau abgesprochen haben. Die Unternehmen legten sogar fest, wer den Zuschlag erhalten soll. Die Weko hat sieben Firmen mit rund 7,5 Millionen Franken gebüsst. 

Der Skandal ist auch ein politischer. Denn die Abreden wurden zum Teil an den vom bündnerischen Baumeisterverband organisierten Vorversammlungen getroffen. Der Baumeisterverband muss laut Weko-Verdikt die Verfahrenskosten tragen, da er zum Teil an der Organisation dieser Kartelle beteiligt war.

Karriere von BDP-Regierungsratskandidat Felix am Ende?

Geschäftsführer des Bündner Baumeisterverbandes ist Andreas Felix, Präsident der Bündner BDP und Kandidat für die Regierungsratswahlen im Juni. Zuständiger Regierungsrat ist Volkswirtschaftsdirektor Jon Domenic Parolini, ebenfalls BDP.

Die Partei beriet sich heute Morgen in einer Telefonkonferenz. In dieser Krisensitzung wurden die weiteren Schritte besprochen. Um 11 Uhr findet im Chur eine Pressekonferenz des Baumeisterverbands statt. 

Die BDP hält an ihrem Regierungsratskandidat Felix fest: «Die Weko hat das Verfahren gegen den Baumeisterverband eingestellt. Deshalb sieht die BDP keinen Handlungsbedarf bezüglich der Regierungsratskandidatur von Andreas Felix», sagt der BDP-Fraktionschef im Bündner Parlament, Gian Michael. «Felix ist ein loyaler und ehrlicher Mensch und er wäre zu hundert Prozent ein guter Regierungsrat.»

«Tomaten auf den Augen»

Das Magazin «Republik» hat Details zu den Absprachen publik gemacht. Beide BDP-Politiker bestreiten, von den Absprachen gewusst zu haben. Wenn man ihm etwas vorwerfen könne, dann höchstens, dass er «Tomaten auf den Augen gehabt» habe. Gestern sagte Felix zudem zu «RTR», er habe keine Hinweise gehabt, das Preisabsprachen passiert seien. Und die «Republik» habe eine «Lügengeschichte» geschrieben, die jeglicher Grundlage entbehre.

Ob Felix dies nach dem heutigen Weko-Verdikt noch immer behauptet?

Die «Republik» wirft auch BDP-Regierungsrat Jon Domenic Parolini vor, von den Preisabsprachen schon 2009 erfahren und nicht reagiert zu haben. Als damaliger Gemeindepräsident von Scuol.

Parolini beantwortete die BLICK-Fragen (noch) nicht. Zur «Republik» sagte er: «Der Gemeinde lagen ihrerseits zum damaligen Zeitpunkt bei ihren laufenden Beschaffungen keine Anhaltspunkte für Bauabsprachen vor.»

Erneuter Tiefschlag für Krisen-BDP 

Graubünden ist eine der letzten drei Hochburgen der BDP. Dass nun ein Regierungsratskandidat und ein amtierender Regierungsrat in einen krassen Kartellfall involviert sein könnten, dürfte auch Parteichef Martin Landolt Sorgen bereiten. Auch er antwortete bislang nicht auf eine BLICK-Anfrage.

 

Donnerstag, 26. April 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Unglück an der Cima di Rosso in Graubünden: Zwei Österreicherinnen von Lawine mitgerissen

Beim Aufstieg auf die Cima di Rosso an der schweizerisch-italienischen Grenze ist es am Sonntagmorgen zu einem Lawinen-Unglück gekommen. Zwei Alpinistinnen aus Österreich wurden von den Schneemassen mitgerissen.

Am frühen Sonntagmorgen ist eine Dreiergruppe aus Österreich von der Fornohütte über die Nordwand zur Cima di Rosso aufgebrochen. Zum Unglück kommt es dann um zirka halb 9 Uhr am Morgen in hochalpinem Gebiet auf einer Höhe von 3'200 Metern über Meer. Wie es in einer Mitteilung der Bündner Polizei heisst, wurden die Berggänger von einer Lockerschneelawine überrascht.

Die Lawine riss zwei Frauen im Alter von 33 und 44 Jahren rund 200 Meter den Berg hinunter mit. Beide wurden dabei leicht bis mittelschwer verletzt. 

Der Begleiter der beiden Österreicherinnen, blieb zwar unverletzt, erlitt durch den Vorfall aber einen Schock. Mit je einem Helikopter der Rega und der Heli Bernina wurden die beiden Frauen ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen. (cat)

Sonntag, 22. April 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Metallträger auf der Schiene: Anschlag auf die Rhätische Bahn

CHUR - Enormes Glück für die Rhätische Bahn: In der Nacht auf Samstag legten Unbekannte Metallteile auf die Gleise bei Domat/Ems. Wie durch eine Wunder gab es keine Entgleisung.

Ein Zug, der Richtung Thusis GR unterwegs war, fuhr am Freitag um 23.25 Uhr auf der Höhe des Werkhofs Domat/Ems GR auf zwei Metallträger von je zwei Metern Länge und fünf Zentimetern Durchmesser auf.

Die Metallträger wurden durch den Aufprall weggeschleudert. Durch das Rail Control Center der RhB wurde der Zug, der um 00.35 in Richtung Chur fuhr, rechtzeitig gestoppt. Dessen Lokomotivführer räumte die Metallprofile zusammen.

Wie durch ein Wunder kam es zu keiner Entgleisung.  

Die Polizei fahndet nach den Tätern. Zeugen melden sich beim Polizeiposten Domat/Ems (Telefon 081 257 65 00). (gf)

Sonntag, 22. April 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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Peinliche Panne für selbstfahrendes Postauto: Motor zu schwach für Steigungen

Mögliches neues Einsatzgebiet in Graubünden: Das selbstfahrende Postauto wird in Maienfeld getestet.

MAIENFELD GR - Weil die Steigung zu stark und der Motor zu schwach ist, müssen die Testläufe für das selbstfahrende Postauto in Maienfeld GR erstmal verschoben werden.

Peinliche Panne für selbstfahrendes Postauto: Der Motor ist zu schwach für steile Strassen. Eigentlich sollte der Shuttelbus zwischen dem Bahnhof Maienfeld und dem Heididorf fahren. Doch dafür fehlen dem Fahrzeug genügend PS. «Die lange, gleichmässige Steigung auf dieser Strecke kann das jetzige Fahrzeug nicht bewältigen», sagt Urs Bloch von Postauto Schweiz zum «SRF». 

Grund für Panne: Getestet wurde die Strecke mit einem normalen Auto. Hier zeigte sich, dass der Shuttlebus dafür zu schwach sei. 

Also muss nun ein neues Model her. Zur gleichen Zeit werde über mögliche Alternativen diskutiert. Viel Zeit bleibt aber nicht. Denn schon im Herbst will Postauto Schweiz selbstfahrende Busse in Maienfeld testen. Ob die Wagen dann genügend Power unter der Haube haben, wird sich zeigen. (jmh)

Donnerstag, 19. April 2018/Autor: SuperUser Account/Anzahl Ansichten (0)/Kommentare (0)/
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